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Xbox One oder: Zwangsupdates und Teufelszeug!

9. Oktober 2014 Keine Kommentare

 

Es war der 1. Oktober. Eigentlich wollte ich nur eine Runde Forza Horizon 2 auf meiner Xbox One daheim spielen. So nahm das Drama seinen Lauf.

  • Hoffnungsvoll tippte ich das silberschimmernde X an der Front der Xbox One an: Start der Konsole. Sie lässt sich die übliche Gedenkminute Zeit zum Booten. Doch anschließend lässt sie mich immer noch nicht ran, sondern motiviert zum Update ihrer selbst. Vielmehr, kommandiert. Sie will erst zwei GB irgendwelches Zeugs von irgendwo downloaden, sonst: Streik. Nun gut. Das kenne ich schon. Dauert ein bis anderthalb Stunden, vorausgesetzt es gibt nicht wieder zwei Abbrüche wie beim letzten Update vor einigen Wochen.
  • Knapp anderthalb Stunden später hat die Konsole erneut gebootet. In der Zeit hätte ich „Fort Apocalypse“ auf dem Commodore 64 geladen und durchgespielt. Ich lege die Horizon-2-Disk ein und sehe: wieder kein Gameplay, sondern eine Aufforderung zur Spiel-Installation. Na schön. Die Frage der Sinnhaftigkeit einer Diskversion unter solchen Gegebenheiten lassen wir beiseite.
  • Zehn Minuten später: Ein Prozent der Installation sind vollzogen. In der Zeit hätte „Revs“ auf dem Commodore 64 fertig geladen.
  • Eine halbe Stunde später: Fünf Prozent Fortschritt. In der Zeit hätte ich bei „Decathlon“ auf dem Commdore 64 drei Joysticks totgerüttelt. Außer die Competition Pros. Ich teile mein Leid via Facebook und schreibe:  „Eigentlich müsste Microsoft die Konsole zurückrufen. #WasEinMiesesDesign“. Niemand hilft.
  • Während die Installation läuft, möchte ich mit einer Runde Guacamelee! auf der Xbox One entspannen. Oh wie naiv. Denn auch dieses Spiel erzwingt ein Update. Ich habe nicht die Wahl, das später nach zu holen – jetzt oder Game Over. Dabei lief Guacamelee! bisher doch einwandfrei lief. Warum also?! 720 MB zusätzliche und meines Erachtens total sinnlose Downloadlast? Nix da. Dann eben nicht.
  • Nach einer weiteren Stunde gebe ich auf. Ich stoppe die Installation von Horizon 2 und prüfe die Netzwerkverbindung. Habe inzwischen auf meinem Mac via Youtube mehrere Horizon-2-Videos gleichzeitig geguckt. Kabel Deutschland scheint nicht verantwortlich.
  • Die Xbox One allerdings zeigt mir unter den Einstellungen erbärmliche Übertragungsraten. So wird das nix.
  • Per Einstellungen deaktiviere ich kurz Xbox Live und aktiviere es gleich danach wieder. Macht man ja beim PC genauso: Wenn er bockt, neu starten.
  • Und tatsächlich: Diesmal zeigt sich der Fortschrittsbalken der Installation bewegungswillig. Nach rund 20 Minuten ist das Spiel startbereit. In der Zeit seit Beginn der Installation hätte ich „North Sea Inferno“ auf dem Commodore 64 neu programmiert. Naja, fast.
  • Heute, am 8. Oktober, scheinen Kummer und Startschwierigkeiten überwunden. Soweit es mich betrifft, zählt Forza Horizon 2 zu den besten Arcaderacern aller Zeiten. Erinnert mich stark an Burnout Paradise. Ich kann kein größeres Kompliment machen. Mehr darüber hier.

Trotzdem: Zwangsupdates sind des Teufels. Konsolen sollten starten und Spaß machen. Nichts sonst. Alles andere ist ganz großer Mist. Over and out.

 



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