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Videospiele: Aufwühlen statt Aufregen!

4. April 2012 Keine Kommentare
Yunas Segnungszeremonie in „Final Fantasy X“:
für mich einer der schönsten Videospiel-
Momente überhaupt. 

Gestern mittag flattert mir eine Email von meiner Liebsten ins Postfach. Sie fragt, ob ich am Abend schon was vorhätte, ob wir vielleicht ins Kino gehen wollen. Sie schlägt einen Streifen namens „Ziemlich beste Freunde“ vor. Nie gehört. Klingt nach Gefühlsduselei. Bin sonst eher für Action zu haben. Aber soll mir recht sein, es muss ja nicht immer alles explodieren. Außerdem: Doreen und ich, wir arbeiten zurzeit beide viel. Da tut uns Zweien so ein gemeinsamer Abend sicher gut. Langer Rede kurzer Sinn: Ich danke meiner Liebsten für den Kinoabend. „Ziemlich beste Freunde“ hat mich zwei Stunden lang gefesselt. Ich wurde mehr als wundervoll unterhalten, musste abwechselnd Tränen heulen und Tränen lachen.  Ganz großes Gefühlskino!

Ziemlich beste Freunde: Ziemlich bester Film, den
ich seit langem gesehen habe. 

Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Streifen derart mitgerissen hat. Aber ich hab das schon häufig genug erlebt, um zu wissen – mich bewegen, das kann Kino. Können das eigentlich auch Games? Wann haben meine Empfindungen in einem Videospiel das letzte Mal eine Achterbahnfahrt mitgemacht, wie gestern Abend vor der Leinwand bei „Ziemlich beste Freunde“ – ein Dutzendmal runter ins Tal des Mitgefühls und gleich danach rauf zum Gipfel der Glückseligkeit? Ja klar. Auf ihre Weise sind Videospiele schon irgendwie intensiv. Ich krieg ´ne Gänsehaut bei „Dead Space“; fühle mich getrieben bei „Gears of War“; wie in einem Rausch bei „Burnout Paradise“. Ich mag den Flow von „Alice – Madness Returns“ und lasse meine Seele durchsacken nach dem Finale von „Bioshock“.

Aber wenn ich mal so drüber nachdenke, welche Empfindungen diese Spiele in mir auslösen, dann komme ich vor allem auf: Aufregung, Spannung, Erschrecken, Ärger, Wut, kurzfristige Zufriedenheit. Bisschen wenig, ziemlich vorhersehbar, und auch nicht unbedingt aufbauend. Mir scheint, als würden Videospiele zunehmend eingleisig ausgelegt. So als wollten sie die Seele des Menschen nur eine Richtung bewegen.

Virgins „Toonstruck“. Steffen, Markus und
die anderen aus der Redaktion des PC Joker… was
haben wir Tränen gelacht beim Test!

Viele andere, erstrebenswerte Facetten des Lebens kommen zu kurz: Liebe und Glück zum Beispiel. Wirklich aufwühlende Momente wie die Segnungszeremonie im Nippon-Rollenspiel „Final Fantasy X“, oder ein befreites Lachen wie im Virgins Grafikabenteuer  „Toonstruck“.  Sowas in der Art. Ist das wirklich selten geworden, oder hab ich´s einfach nur verpasst? Sowas würde ich gerne mal wieder in meine Xbox einwerfen. Darf aber nicht englisch sein. Muss wirklich gut eingedeutscht sein, nur dann packt´s mich mit Haut und Haaren. Vielleicht hast du ja einen Spieltipp für mich. Die Kommentarfunktion ist dein Freund. Danke für jeden Hinweis!

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