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Trials Fusion: Scheitern gehört zum System

5. Mai 2014 Keine Kommentare

Es gibt momentan nicht viele Gründe, eine PlayStation 4 zu starten. Infamous: Second Son ist keiner. Trials Fusion dafür schon.

Schau, ich betrachte mich als Videospieler der alten Schule. Für so einen wie mich gibt es nichts Schöneres als Oldschool-Gameplay. Ich meine eine ununterbrochene Abfolge aus Aktion und Reaktion, ohne nervtötende Ladepausen oder cineastisches Herumgeeiere oder langatmige Erklärungen oder laaangweilige Kamerafahrten. Darum mag ich Infamous Second Son eher weniger und Trials Fusion umso mehr. Diese total simple Geschicklichkeitsprüfung hakt alle bei mir alle wichtigen Synapsen ab: Sieht gut aus, lässt sich hören, steuert sich grandios, fließt angenehm dahin und hängt mir mit Freischalt-Levels und Highscore-Liste motivierendes Zeugs vor die Nase. Das kickt.

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Apropos kicken, und man möge mir diese wirklich schlechte Überleitung verzeihen: Warum habe ich bisher noch in keinem Bericht über die Trials-Spiele etwas über Kikstart gelesen? Kennt das niemand mehr, das Motocross-Game für Commodore 64 aus der Mitte der 80er-Jahre? Ist eigentlich dasselbe Gameplaykonzept, nur halt entsprechend den 80ern und also für heutige Maßstäbe nicht ganz so hübsch umgesetzt. Trotzdem, Ehre wem Ehre gebührt: Erwähn´ ich Kikstart eben in meinem Bericht über Trials Fusion für T-Online. Im folgenden ein paar Auszüge daraus.

Einen irren Stuntpiloten über spektakuläre Berg- und Talbahnen begleiten und sich daran erfreuen, wenn es ihn aus dem Sattel seiner Motocross-Maschine hebt und er kopfüber auf die Plautze fällt? Diese Spielidee ist nicht neu, die gibt es seit dem 1985 veröffentlichten Oldiegame „Kikstart“ für den Heimcomputer C64. Mit richtig schicker 3D-Grafik aufpoliert und um etliche Extra-Herausforderungen ergänzt, aber sonst im Wesentlichen erstaunlich unverändert, greift die „Trials“-Reihe seit einigen Jahren die Idee auf.

Die Basis-Steuerung? Es gibt keine Lenkung. Das Moped fährt immer geradeaus, sozusagen wie auf Schienen. Man muss im Grunde nur acht geben, dass es nicht aus den Schienen hüpft oder dass es nach einem Sprung wieder halbwegs mit beiden Rädern in den Schienen landet. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn etwas zu viel Gas oder das Hinterrad in der Luft im falschen Moment, und schon schlägt das Bike völlig übertriebene Purzelbäume und zerlegt sich selbst. Versagen gehört in Trials Fusion zum System. Mehr als 100 Neustarts pro Strecke sind durchaus keine Schande. 

Was uns gefällt

Die Steuerung ist das herausragende Merkmal an diesem Spiel: Das Motorrad reagiert zackig und verlässlich auf jeden Gasstoß und jede Lageveränderung des Körpers. Mit Feuerwerk und vielen anderen optischen Gags macht das Spiel außerdem ziemlich viel aus seinen visuellen Möglichkeiten.

Was uns nicht gefällt

Den Bildtexten der deutschen Version fehlt es leider an Esprit. Ärgerlich, dass die Hersteller an Synchronsprechern sparen. Wer die wertvollen gesprochenen Spieltipps mitbekommen möchte, muss also gut Englisch verstehen oder mit einem Auge auf die Untertitel am unteren Bildrand schielen. Vor allem in den Tutorials kann das sehr lästig sein.

Hier geht´s zum kompletten Bericht. Ach, und selbstverständlich gibt´s Trials Fusion außer für PlayStation 4 auch noch für PC und Xbox One sowie Xbox 360.

P.S.: Noch etwas Werbung in eigener Sache, man möge mir verzeihen: Lust auf kreatives Gameplay, das ebenfalls große Gefühle auslöst? Dann lade Dir Anno Domini auf Dein iPhone, Deinen iPod oder das iPad. Code by me, Gamedesign Frank Furtwängler, Publishing Ravensburger Digital. Hier klicken, kaufen, mit Freude puzzeln und in den Tag hinein leben, wissend dass man dem Richy ein gutes Werk getan hat.

[tabs tab10=“Ja cool, aber wie sieht denn nun das C64-Kikstart von 1985 aus?“]
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