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Spielen mit Handikap

6. Februar 2012 Keine Kommentare

Gareth Garrett sitzt am PC. Aufmerksam verfolgen seine Augen den Bildschirm. Der Brite erschafft sein Alter-Ego im Endzeit-Rollenspiel „Fallout: New Vegas“. Zwei Punkte auf Wahrnehmung, zwei weitere auf Ausdauer, den letzten für einen höheren Charisma-Wert. Kurze Verschnaufpause. Gareth zuckt mit der Nase, legt den Kopf in den Nacken – der Cursor bewegt sich. Für die meisten Menschen ganz selbstverständlich. Für Gareth ein komplizierter Akt aus Muskelkoordination und Konzentration. Denn Gareth spielt ohne Hände. Seit einer  Zerebralparese –  eine frühkindliche Schädigung des Gehirns – leidet er unter Lähmungen und Störungen der Koordination. 
Vom Spielen hält ihn das trotzdem nicht ab. Er beugt sein Gesicht nach vorn auf das kleine Tischchen, das auf der Höhe seiner Schultern angebracht ist, und stützt sein Kinn auf die Computer-Maus. Mit sachten Bewegungen schiebt Gareth die Maus über die kleine Ablagefläche und betätigt die Tasten, indem er leicht seinen Mund öffnet. Gareth ist Gamer von ganzem Herzen, trotz seiner Beeinträchtigung. Er ist kein Einzelfall. 

Hunderte Webseiten und Youtube-Videos befassen sich damit, wie körperlich oder  geistig beeinträchtigte Menschen ihrem Videospiel-Hobby nachkommen. Auch für Besitzer von Wii, Xbox 360 und Playstation 3 gibt es Mittel und Wege. Einen davon hat Steve Spohn gefunden. Aufgrund einer angeborenen Muskelschwäche ist Steven an den Rollstuhl gebunden. Auch seine Atemmuskulatur braucht Unterstützung. Der US-Zubehörhersteller „Evil Controllers“ hat für Steve einen vielseitig konfigurierbaren Controller entwickelt. 
Firmenleiter Adam Coe im Interview mit der IT-Webseite www.networkworld.com: „Es geht um Anpassbarkeit. Der Controller ist haftfähig und kann an jeder Oberfläche und in jeder Position angebracht werden. Zudem sind sämtliche Tasten und Sticks in ihrer Position auf dem Controller veränderbar.“ Das weiß Steve sehr zu schätzen: „Gerade wenn man behindert ist, ist der Controller extrem wichtig. Er ist die Verbindung zum Spiel. Manchmal ist man eben ans Bett gefesselt, und verbringt sein halbes Leben in Krankenhäusern. Da sind Videospiele die einzige Flucht, die einem bleibt.“
(Sabine Schischka / rl)
Danke an Sabine Schischka für die Textvorlage. Den kompletten Artikel gibt´s auf T-Online. Klick genügt!


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