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Spielbare Ästhetik: Schöne Games für iOS und Android

23. Juni 2014 Keine Kommentare

Also dieser Text über ästhetische Videospiele für Mobiltelefone, den ich für T-Online recherchieren und verfassen durfte: Also der hat mir so viel Freude gemacht wie lange kein anderer Vers. Hatte im Rahmen der  Recherche Kontakt zu vielen wundervollen Videospielen – und hoffe sehr, dass meine Worte diesen Freude widerspiegeln.

Danke in dem Zusammenhang an Apple. Nicht nur weil die jüngsten Apple Design Awards den Anstoß für den Artikel gaben; sondern auch weil nur Spiele prämiert werden, die gut aussehen und auch gut funktionieren. Genug geschwafelt. Im folgenden ein paar Auszüge aus meinem Vers für T-Online.

Niemand verpackt effiziente und alltagstaugliche Handy- und Computertechnik so elegant wie Apple. Wenn nun die Meister der Ästhetik anlässlich der Entwicklerkonferenz WWDC 2014 die besten, elegantesten und schönsten Videospiel-Apps für iPod, iPhone und iPad prämieren, dann gilt das was. Das Beste daran ist: Viele der preisgekrönte Apps gibt es auch für Android- und Kindle-Systeme.

Viele der prämierten Spiele wirken bizarr, oft sind sind audio-visuelle Elemente auf das Notwendigste reduziert werden. Das meditative Puzzlegame „Blek“ der Gebrüder Denis und Davor Mikan beispielsweise braucht kaum mehr als ein paar ausgefüllte Kreise und eine ausgefeilte Wischgesten-Mechanik, und lässt den Betrachter doch in Gedanken versinken. Das Abenteuerspiel „Device 6″ aus dem Hause Simogo wirkt auf den ersten Blick noch nicht einmal wie ein Videospiel, sondern eher wie die Evolution des geschriebenen Roman – oder wie die Weiterentwicklung traditioneller Textabenteuerspiele aus den 80er-Jahren.

„Device 6″ durchbricht die Textflut mit Symbolrätseln und Elementarpuzzles und veranschaulich selbst simple Vorgänge – beispielsweise Um-die-Ecke-schauen –, indem es den Spieler durch Integration visueller Elemente zur Drehung seine Mobiltelefons motiviert. Das ergibt eine wundervolle Verzahnung zwischen Lesespannung und Kombinationsdenke. Einen Haken hat die Sache allerdings: „Device 6″ ist bisher ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.

Hinter „Monument Valley“ und allen anderen Videospielen mit Apple Design Award stecken übrigens keine großen und etablierten Publisher, sondern vielmehr eher kleine Independent-Teams. Ustwo, der Hersteller von „Monument Valley“, beschäftigt in seinem digitalen Produktionsstudio zwar rund 200 Angestellte – aber von denen befassen sich nur acht Leute tatsächlich mit Games. Offenbar sind nur kleine und flexible Entwickler willens, sich kompromisslos auf Gamedesign speziell für moderne Smartphones einzulassen. Die Produktionen, die Apple mit seinem Design Award belobigt, sehen nicht nur gut aus – sie funktionieren auch gut.

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Außerdem sprechen sich die prämierten Titel konsequent gegen aktuelle Gamedesign-Moden aus, die  kaufmännisch motiviert sind. Anders als viele große Hersteller von Gratis-Apps und Free-to-Play-Games heften ustwo oder Simogo ihren Schöpfungen Preisetiketten an. Sie signalisieren damit ihren festen Glauben daran, das dem mündigen Spieler eine rundum runde Spielerfahrung etwas wert ist. Keines der prämierten Games ist gratis, jedes kostet zwischen zwei bis vier Euro. -> mehr über Jeff Minter, Hundreds und so auf T-Online

P.S.: Noch etwas Werbung in eigener Sache, man möge mir verzeihen: Wundervoll spielbare Ästhetik ist kein Privileg von Entwicklern aus den USA oder Skandinavien – das können auch die Bayern. Glaubst du nicht? Dann lade Dir Anno Domini auf Dein iPhone, Deinen iPod oder das iPad. Code by me, Gamedesign Frank Furtwängler, Publishing Ravensburger Digital. Hier klicken, kaufen, mit Freude puzzeln und in den Tag hinein leben, wissend dass man dem Richy ein gutes Werk getan hat.



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