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Murdered Soul Suspect im Test: Auf Wiedersehen Geist!

5. Juni 2014 Keine Kommentare

Okay, werter Leser. Heute habe ich ein kleines Rätsel für dich. Ich zitiere aus meinem Testbericht, und Du sagst mir um welches Actionabenteuer es sich handelt. Okay? Los geht´s!

  • „Was ein Dasein als entstofflichtes Wesen so alles für sich hat, das lehrt einen das Spiel im Rahmen einer Trainingsetappe.“
  • „Als Gespenst kann der Held weder Schalter drücken, noch Türen öffnen oder böse Buben der Strafe zuführen.“
  • „Im Spielverlauf folgen noch eine Handvoll gute Ideen, aber nicht allzu viele. Der erste Motivationsschub verliert sich, weil die Puzzles sich in ihrer Machart wiederholen.“
  • „Schade auch, dass XXX einen ausgesprochen choreographierten Eindruck hinterlässt.“
  • „Man wird zwar den Eindruck nicht los, dass XXX mehr aus der Idee der Seelenwanderung hätte herausholen können. Aber das Actionabenteuer macht auch vieles richtig.“
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Als ich in den letzten Stunden den Testbericht über Square-Enix´ nagelneuen Mysterythriller Murdered Soul Suspect für T-Online verfasste, da machte sich in mir drin ein diffuser Gedanke breit. So als hätte ich die Story von einem getöteten Helden und dessen ruheloser Seelenwanderung schon einmal in einem anderen Videospiel durchlebt und im Verlauf dessen ganz ähnliche Eindrücke gesammelt.

Muss allerdings viele Jahre her sein. Kam nicht gleich auf einen Namen. Irgendwann fiel der Groschen, und ich habe meine Festplatte nach alten Texten über alte Videospiele durchsucht. Die Zitate oben stammen – Du ahnst es, werter Leser – nämlich eben nicht aus meinem Bericht über Murdered Soul Suspect. Obwohl sie gut passen würden. Die Sätze sind vielmehr neun Jahre alt und lassen sich auf die  Schilderung eines alten Videospiels zurückverfolgen, das ich im September 2005 begutachten durfte. Welches Game ich meine? Darauf komme ich gleich zurück.

Also Murdered Soul Suspect verfolgt einen durchaus originellen Ansatz. Held wird gekillt und muss als Toter seinen Mörder finden. So etwas spielt man nicht alle Tage. Also irgendwie fasziniert mich das, auf dieser Prämisse aufgebaute Gameplay aber weniger als die Tatsache, dass meine rund neun Jahre alte Detailbeschreibungen und persönlichen Eindrücke so sehr auf einen nagelneuen Release zutreffen. Ich hätte sie eins-zu-eins für meinen aktuellen Testbericht übernehmen können.

Jetzt würde mich interessieren, ob jemand auf den Namen des Retro-Game kommt. Hinweise gefällig? Okay. Das Game ist im Spätsommer 2005 für Gamecube erschienen. Rechts noch eine Illustration. Außerdem habe ich den Namen sogar irgendwo auf dieser Seite fallen lassen. Also jetzt isses wirklich einfach.geist_gamecube_float

Jetzt aber genug Gaming von gestern. Wenden wir uns aktuellen Ereignissen zu: meinem Testbericht über Square-Enix Mysterythriller Murdered Soul Suspect für T-Online. Den kompletten Vers kannst du, werter Leser, hier finden!

Das Paradoxe an diesem Spiel ist doch, dass der Held bereits zu Spielbeginn tot ist. Also wie könnte man ihm mit dem Heldentod drohen? Leider kennt der Mysterythriller „Murdered Soul Suspect“ aus dem Hause Square-Enix keine wirklich schlüssige Antwort. Schade, denn die Ausgangslage verspricht Spannung: Ein Toter soll seinen eigenen Mörder finden und richten. Nun bringt das Totsein allerlei Herausforderungen mit sich: Wie tritt man zum Beispiel in Dialog mit den Lebenden? Wer des Rätsels Lösung finden und einem Serienkiller auf die Spur kommen möchte, braucht nichts weiter als das Spiel und PC, PS3, PS4, Xbox 360 oder Xbox One. -> technische Schwächen, Längen im Gameplay und alles weitere auf T-Online

Was wir mögen

Im Vergleich mit vielen anderen Videospielen pflegt „Murdered“ tatsächlich eine klare und verständliche Erzählstruktur. Man lernt die Figuren kennen, versteht ihre Motive und möchte gerne wissen, wohin das Ganze am Ende führen wird.

Was wir nicht mögen

Design und Technik sind nicht ganz auf Höhe. Durch eher schwach ausgeprägte Aktions- und Eingreifmöglichkeiten fühlt man sich mitunter wie in einem Korsett aus Choreographien gefangen. Die Gestik und Mimik mancher Figuren wirkt etwas blass und puppenhaft, was vor allem auf PC, PS4 und Xbox One enttäuscht.

Fazit

Düstere Farben, unheilschwangere Musik und melancholische Stimmung vermischen sich zu einem mitunter sehr faszinierenden Mysterythriller im Stil von „Alan Wake“ und „Heavy Rain“. Das Ganze hat seine menschlichen und bewegenden Momente, auf jeden Fall. Nur stimmt die Balance zwischen Gameplay und cineastischen Momenten nicht so ganz. Von einem Videospiel dürfte man sich mehr Interaktion erwarten, oder zumindest dürfte das vorhandene Gameplay anspruchsvoller und abwechslungsreicher inszeniert sein.

Note: Befriedigend

P.S.: Noch etwas Werbung in eigener Sache, man möge mir verzeihen: Lust auf kreatives Puzzle-Gameplay? Dann lade Dir Anno Domini auf Dein iPhone, Deinen iPod oder das iPad. Code by me, Gamedesign Frank Furtwängler, Publishing Ravensburger Digital. Hier klicken, kaufen, mit Freude puzzeln und in den Tag hinein leben, wissend dass man dem Richy ein gutes Werk getan hat.

Nachtrag am 6. Juni um 14:16 Uhr: Mein Kollege Michael Förtsch macht mich gerade auf ein Video aus dem Jahr 2002 aufmerksam: Das unveröffentlichte Xbox-Spiel Guardian ist Murdered sogar noch viel ähnlicher ist als jenes Game, auf das ich oben zu sprechen komme. Die Einstiegszene Guardian Murdered sieht – vom Polygoncount abgesehen – eins zu eins aus. Siehe hier:



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