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Mud: Die Mudder aller Rennspiele?

8. Mai 2012 Keine Kommentare


Ich mag Motorräder, und bewundere Motocrosser. Unfassbar, mit welchem Todesmut die Jungs über Schanzen hüpfen und ihre Maschinen über Stock und Stein treiben. Muss jetzt ungefähr 15 Jahre her sein, da habe ich Motocross-Games auf ihrem Höhepunkt erlebt. 
Moto Racer aus dem Hause Delphine Software.
Mal ganz ganz was anderes
von den Schöpfern von „Another World“. 
Wie viele atemberaubende Stunden hatte ich mit „Moto Racer“? 1997 war das eines der ersten Spiele, das die damals brandneuen Grafikbeschleuniger aus 3dfx´ Voodoo-Reihe so richtig hart rangenommen hat. Was für eine Optik, was für flüssiges Gameplay! 60 Bilder pro Sekunde. Die Gamedesigner wussten sehr genau, dass die Action erst dadurch richtig zündet. Aus derselben Epoche wird mir auch „Motocross Madness“ unvergessen bleiben. Hat sich angefühlt wie fliegen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, war das damals die erste Produktion vom US-Studio Rainbow, und von den damals neu aufgebauten Gamestudios von Microsoft. 

Bleifuß. Das beste Ridge Racer
auf dem PC. 
Anno Gruft, da fällt mir auch noch ein Arcaderacer namens „Bleifuß“ ein, aus dem italienischen Hause Grafitti kommend. Mit Sportwagen, schnell, bunt, flüssig, super Steuerung, großer Spaß, vor allem beim Netzwerk-Racing. Grafitti damals, das nennt sich heute Milestone. Von denen wiederum stammt das brandneue Motocross-Game „Mud“. Da stellt sich doch die Frage: Bringt das den Kick rüber, wenn ich die groben Stollenreifen der Suzuki durch den Schlick treibe? 

Motocross Madness von
den Rainbow Studios. Sind
im August 2011 geschlossen
worden. Schade. 
Zumindest gibt sich die neueste Produktion aus der italienischen Spielewerkstatt auf der Packungsrückseite einen realitätsnahen Anstrich. Da ist die Rede von FIM-Lizenz, den WM-Klassen MX1/MX2 und so weiter. Wer das Spiel auf Xbox 360, Playstation 3 oder PC startet, der stolpert tatsächlich über viele vertraute Marken und Logos. Die von Motorradherstellern wie KTM und Yamaha etwa. Ein vertrautes Gefühl lösen auch gelegentliche Begegnungen mit den Superstars der Szene aus. Aber das reicht nicht als Grundlage für gute Vollgas-Unterhaltung. Naja.


Was ich mag
Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Motocross-Lizenzgeber FIM kommen zumindest dem Motocross-Kenner die Namen der Piloten und Teams, Motorräder und Strecken vertraut vor. Grundlage für das Spiel sind die Meisterschaften aus den Klassen MX1 und MX2 im Jahr 2011. 

Und was weniger
Wenig Strecken, alle Motorräder fühlen sich gleich an. Große Namen wie der von Maxi Nagl tauchen nur in den Tabellen auf, ansonsten sind sie Piloten  anonyme Niemands. Ausstattung, Präsentation und Rahmenprogramm sind eines Diskgames unwürdig. Die Einstellmöglichkeiten zeigen sich wenig flexibel: Die Tastenbelegung auf dem Controller ist fest verdrahtet, die Musikabfolge  unveränderlich. Ladepausen bremsen den Spielfluss nicht nur zwischen Titelbild und Startphase, sondern auch zwischen Qualifikation und Läufen auf ein- und derselben Strecke. Ach ja: Kein Splitscreen.

Fazit
Das Spiel heißt Mud, und natürlich sieht
das dann manchmal grau und braun und matschig
 aus. Aber oft ist Mud richtig schrill und bunt. 
Man merkt´s vom Start bis ins Ziel, wie wenig Geld und Aufwand in dieser Produktion steckt. Überraschend ist aber: Trotz karger Ausstattung und raffinessenarmer Erscheinung hatte ich ein bisschen Spielspaß auf. Liegt an der handlichen Steuerung und dem hinreichend abwechslungsreichen Karrieremodus. Wer einfach nur mit dem Moped ein bisschen im Schlamm wühlen mag, könnte sich ordentlich unterhalten fühlen. Ich vertank die Kohle lieber, und fahr mit meiner GSR eine Runde durch´s Münchner Umland. 

Wer mehr über Steuerung, Grafik wissen will; oder warum ich den WM-Modus fad und den Karrieremodus ganz nett finde, dem lege ich meinen kompletten Bericht auf T-Online zu Füßen. 

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