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Metro Redux: Zwei Volltreffer in einem

21. August 2014 Keine Kommentare

Danke für die Gelegenheit, dass ich drei verpasste und lange nicht gespielte Highlights der alten Konsolen-Generation jetzt nachholen kann. Ich meine damit THE LAST OF US REMASTERED  und jetzt METRO REDUX. Will sagen Metro 2033 und Metro Last Light.

Haben alle etwas Grafikrouge und Detailmakeup aufgelegt, damit sie sich auf PlayStation 4 und Xbox One wohl fühlen. Wobei das Pronomen „etwas“ ungefähr so zutrifft wie im Satz „die gamescom war am Samstag etwas überfüllt“. Wir reden hier über ziemlich Rouge und Makeup. Ungefähr so viel wie bei der Conchita aus der Steiermark. Grad Metro flasht mich. Eigentlich Mehr als Battlefield und so ziemlich jedes andere Games auf den neuen Konsolen. Dabei gehen mir Schlauchshooter sonst am Allerwertesten vorbei. Aber das hier, das hat 4A Games so richtig schon spannend und menschlich inszeniert. Da stimmt das Timing, da passen die Stimmen zu den Figuren. War schon im Original so und funktioniert jetzt noch etwas besser. Hat verschiedene Gründe. Zum Beispiel wirkt das Gameplay durch die überarbeiteten Levelstrukturen nicht mehr ganz so abgehakt.

Der Moskauer Mutantenstadel in voller Aktion.

Der Moskauer Mutantenstadel in voller Aktion.

Hab für T-Online anlässlich des Test zwei bis drei Worte darüber verloren. Hier ein paar Auszüge.

Wie lassen sich zwei der packendsten Ego-Shooter der letzten Jahre weiter verbessern? Indem man die Grafik pimpt, die Steuerung verbessert und beide in ein gemeinsames Paket packt. Genau das hat nämlich der ukrainische Spiele-Hersteller 4A Games vor. Das Team in Kiew überarbeitet seine apokalyptischen Actionspiele „Metro: 2033″ und „Metro: Last Light“. Besitzer von PC, PS4 und Xbox One dürfen sich auf einen dramatisch zugespitzten Überlebenskampf einstellen. Mindestens so dramatisch liest sich Entstehungsgeschichte der beiden Redux-Versionen. Immerhin entstehen sie in einer von Unruhen durchfluteten Stadt im Krisen-Staat Ukraine.

Artjom und die Apokalypse

Inhaltlich bleibt alles beim Alten: Die „Metro“-Reihe erzählt von einer Welt nach der Apokalypse. Die Menschen haben sich in die Schächte der U-Bahn zurückgezogen. Sie leben in Angst vor verfeindeten Fraktionen und bösartigen Kreaturen, die an der verwüsteten Oberfläche hausen und immer häufiger in den Untergrund dringen. Das Schicksal macht einen Kerl namens Artjom zum Kämpfer. Warum? Er scheint eine besondere Begabung zu haben. Was es damit auf sich hat und inwieweit das Wohl und Wege der Menschen davon abhängt, das entschlüsselt sich im Lauf zweier Einzelspieler-Kampagnen. „Metro Redux“ kombiniert Handlung und Gameplay des 2010 veröffentlichten Ego-Shooters „Metro 2033″ und des drei Jahre später folgenden „Metro Last Light“.

Keiner der beiden Metro-Shooter setzt allzu viel Deckungnahme oder vergleichbar tiefschürfende Taktiken voraus. Meistens kommt man mit ein bisschen Köpfchen flott voran.

Keiner der beiden Metro-Shooter setzt allzu viel Deckungnahme oder vergleichbar tiefschürfende Taktiken voraus. Meistens kommt man mit ein bisschen Köpfchen flott voran.

Als wär´s ein neues Spiel

Das ukrainische Entwicklungsteams 4A Games hat allerdings nicht nur die Grafik überarbeitet, sondern außerdem Timing, Tempo und Bedienung. Die prägende menschliche Note tritt noch einmal stärker hervor. Durch die gelungene Erzählweise lernt man Artjoms Umfeld sehr gut kennen und macht sich mit dem Unbeteiligter und den Beweggründen anderer Figuren vertraut – fühlt sich mit den Handelnden verbunden. Ähnlich wie ein „Bioshock“ fühlt sich „Metro Redux“ nach mehr als nur Action an. Schießen nicht um des Schießens willen, sondern weil das Tun eine Bedeutung hat. Das Gameplay lässt den erzählerischen Komponenten ausreichend Zeit zur Entfaltung. Wer möchte, kann stundenlang durch die Katakomben der Moskauer Metro-U-Bahn spazieren und Gespräche der dort Hausenden verfolgen oder dem Gitarrenspiel eines Straßenmusikers lauschen.

Mehr Licht. Mehr Schatten.

Insbesondere die Etappen bei Tageslicht, draußen an der Oberfläche einer zerstörten Umwelt, sehen durch mehr Farben und größere Kontraste nicht mehr ganz so trist und grau aus. Durch größere Unterschiede zwischen hellen und dunklen Arealen wirkt das Gesamtgefüge abwechslungsreicher und etappenweise sogar ein bisschen „freundlicher“ – jedenfalls soweit man dieses Wort im Zusammenhang mit der insgesamt betont melancholischen Stimmung gebrauchen möchte. Grelle Lichtquellen stanzen auch schonmal scharfe Schatten in blendendes Gegenlicht. Dadurch wirken Szenen bedrohlicher und können sich Monster eher im Schatten verbergen.

Was wir mögen

Man muss den Entwicklern ein enorm gutes Auge für Details zusprechen: Beispielsweise wurden die Bedienung zwischen „Metro 2033″ und „Metro: Last Light“ vereinheitlicht, so dass sich beide Teile gleich steuern – auch Hinweis-Icons zur  Aufnahme von Munition oder Waffenwechsel sehen identisch aus. Hervorzuheben ist außerdem die vorbildliche Eindeutschung mit toll übersetzen Texten und Synchronsprechern, die mit russischem Akzent die Stimmung betonen.

Was wir nicht mögen

Obwohl sich die Areale zumindest in „Metro: Last Light“ gelegentlich öffnen und man sich links und rechts vom vorgegebenen Pfad ein wenig umschauen kann, wirkt das Gameplay insgesamt schlauchartig und wenig anspruchsvoll. Schade ist außerdem, dass jeder Mehrspieler-Modus fehlt. PC-Besitzer werden zwar 4k-Grafik, aber sonst weniger Neues entdecken als Konsolenbesitzer. Ihre Version sah bisher schon sehr hübsch aus.

Fazit

So mancher Director´s Cut und Extended Mix enttäuscht mit Lieblos-Texturen und Abzock-Aroma. „Metro Redux“ bildet dazu den Gegenpol. 4A Games liefert eine detailverliebte Produktion von höchster Güte. Die Überarbeitung ist so gut gelungen, man könnte beide Spiele für brandneuen Stoff halten. Shooterfans können sich momentan nichts Besseres auf ihre PS4 oder Xbox One holen, erst recht nicht für so kleines Geld.

Soviel dazu an dieser Stelle. Wer mehr über Framerate und ein bis zwei Macken lesen möchte, den lade ich recht herzlich zur Lektüre des kompletten Berichts auf T-Online Spiele ein.

P.S.: Noch etwas Werbung in eigener Sache, man möge mir verzeihen: Du willst die volle Action auf Deinem Spielmobil? Dann lade Dir bloß nicht ANNO DOMINI auf Dein iPhone, Deinen iPod oder das iPad. Code by me, Gamedesign Frank Furtwängler, Publishing Ravensburger Digital. Auf iTunes kaufen, mit Freude puzzeln und in den Tag hinein leben, wissend dass man dem Richy ein gutes Werk getan hat.



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