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GTA V im Test: Gangster hoch drei

16. September 2013 Keine Kommentare


Ich werde vermutlich nie richtig erwachsen werden. Trotz erster grauer Haare empfinde ich es immer noch als erhebendes Gefühl, ein Videospiel eher in der Hand zu halten als vom Schicksal bzw. dem Hersteller vorgesehen. Das neue „Grand Theft Auto“ zum Beispiel – das fünfte – wurde von findigen Händlern bereits einige Tage vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin – dem 17. September – verteilt. Der eine oder andere Dealer soll am Wochenende davor per Kombi über die Grenze gefahren, das Auto dort bis unter die Decke mit GTA-Versionen beladen und den Stoff aus dem Kofferraum an die Süchtigen verteilt haben, heißt es. Ganz schön Gangsterstyle. 

Überhaupt kann das Leben seltsame Geschichten schreiben – und damit zu „Grand Theft Auto“. In einer eigenartigen Nacht landest du vielleicht mit dem Sohn deines besten Kumpels in einer Bar und betrinkst dich bis zur Besinnungslosigkeit. Danach ziehst du weiter in einen Stripclub und wirst von den Türstehern sofort hinausgeworfen, weil du eine Tänzerin angegrapscht hast. Kann sein, dass am nächsten Tag ein Radrennen an der malerischen Strandpromenade ansteht. Oder du bei einem Spaziergang durch die Berge alte E-Mails auf deinem Handy checkst. Ja, das Leben als Gangster hält viele Banalitäten bereit, aber auch spannende Überraschungen. Wer das miterleben will, muss nur Xbox 360 oder Playstation 3 anwerfen und die Offenwelt von „Grand Theft Auto V“ betreten. Sofort verliert man sich in der fiktiven Metropolregion von Los Santos, und erlebt tausend Dinge. Was alles? Das beschreibe ich in meinem Bericht auf t-online.de ausführlicher als hier. Interessierte mögen bitte dort lesen. Für alle anderen fasse ich kurz zusammen.




Was ich mag
Der Umfang ist gigantisch. Die gewaltigen Kulissen sind mit spannungsreichen Missionen, witzigen Dialogen und interessanten Figuren bis zum bersten gefüllt. Die oft sehr umfangreichen Missionen sind mit Rücksetzpunkten durchsetzt, so dass man im Todesfall nicht den kompletten Auftrag wiederholen muss. Die USK-18-Fassung ist komplett ungeschnitten.

 

Und was weniger
Erneut drückt sich der Hersteller um deutsche Synchronstimmen. Die deutschen Untertitel sind leider nicht immer optimal übersetzt und zudem schwer zu lesen. Zeitweise stören sichtbarer Grafikaufbau und Kantenflimmern den guten Eindruck. Zum Spielstart sind 8 Gigabyte freier Festplattenspeicher notwendig. 

 

Fazit
Würde man „Grand Theft Auto V“ nur als Offenwelt-Action bezeichnen und es also in eine Reihe mit „Saint´s Row IV“ und vergleichbaren Genrevertretern stellen, das würde der Sache nicht gerecht. „GTA V“ ist um so vieles größer, beeindruckender und einfallsreicher als andere aktuelle Actiongames, das einem manchmal vor Staunen der Mund offensteht. Ganz klar das bisher beste „GTA“ – und vielleicht sogar das beste Videospiel, das es jemals auf Xbox 360 und Playstation 3 geben wird. 






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