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Dirt Showdown: Mal richtig die Sau rauslassen

7. Februar 2012 Keine Kommentare





Bin großer Fan der alten Riege der Rallyesimulationen. Werde meine „Sega Rally“-Zeitschlachten mit  Markus nie vergessen. Einige Wochen lang haben wir uns morgens und abends in der Redaktion des PC Joker duelliert. Manchmal auf dem Splitscreen, meistens durch Tausch von Bestzeiten via Speicherkarte. „Colin McRae Rally“ hab ich damals geliebt, weil´s so pur war. Und wegen des geilen Sound. Es tut mir ein bisschen in der Seele weh, wohin sich die Reihe seitdem entwickelt. Es hat begonnen, als Codemasters Trucks und Wüstenbuggies und so´n Zeug in die Reihe eingebaut hat. Immer mehr Inhalte, immer größer, immer spektakulärer. Der Motorsport wurde an die Wand gedrückt, und das Kreischen des Differentials ging mir irgendwann nicht mehr so durch Mark und Bein wie früher mal. 


Der neueste Ableger namens „Dirt Showdown“ kommt im Mai. Scheint völlig außer Rand und Band zu geraten. Wer sich bei „Dirt Showdown“ via Xbox 360, Playstation 3 oder PC ans Lenkrad wagt, der buddelt im Dreck, springt über Rampen und rammt ohne Gnade, bis es den Punktestand überdreht. „Showdown“ fährt in die Richtung „Burnout“ und „Flatout“.


Der Urahne: Colin McRae Rally
auf der Playstation. 1998 gaste man
noch ganz allein in Schwedens
Wäldern an. Fahrgeschick war gefragt,
nicht Durchsetzungsvermögen.
(Quelle:  Mobygames)


Die Spielmodi mit so brachialen Bezeichnungen wie „Eliminator“ und „Domination“ erinnern mich stark an das Ego-Shooter-Genre: Checkpoints abfahren und beschützen, oder Gegner als Beute markieren und schrottreif rammen, so vertreiben sich sonst eher Kenner von „Unreal“ und „Halo“ die Zeit. Ein reines Gemetzel scheint zudem „Rampage“ zu werden. Einziges Ziel in diesem Modus: alle anderen Autos einäschern. Noch einen Gang höher schaltet „King of the Ring“. In einer riesigen Arena rasen alle Wage auf die Mitte zu. Was dann passiert, überlassen wir deiner Fantasie. Fans der seit 2004 eingemotteten Crash-Car-Rennserie „Destruction Derby“ wird bei so viel Altmetall das Herz aufgehen. Nicht zuletzt, da so herrlich absurde Schrottkarren an den Start gehen: ausgemusterte Polizeiwagen, rostige Familienkutschen, riesige Straßenkreuzer und mit Totenköpfen bemalte Leichenwagen.

Was ich mag:
Codemasters „Ego“-Engine ist bekannt für wunderschöne Bilder, Durch die vereinfachte Steuerung sollten auch Rennspiel-Neulinge problemlos mit „Dirt Showdown“ zurecht kommen. Das mag ich. Ich fahr auch lieber ohne Kupplung und Schaltung. 

Und was weniger:

Codemasters „Ego“-Engine ist bekannt für… für seinen gemächlichen Grafikaufbau. Sorry Leute, aber wenn mich ein Action-Rennspiel mitreißen soll, dann sollte es mit 60 fps Gas geben. Wäre gut, wenn Codemasters seine Engine beschleunigt. Und die Ladepausen verkürzt. Die nerven in den bisherigen „Dirt“-Spielen deutlich.


Fazit
Wie zu erwarten drückt sich die Pressemeldung zum Spiel um die Worte „Motorsport“ und „Realitätsnähe“ drumrum. Die „Dirt“-Reihe setzt ihre Entwicklung in Richtung Action und Spektakel fort. „Showdown“ soll wohl eher ein Partygame werden: Gesellige Piloten steigen in kurzweilige Vollgas-Partien ein und holen sich ihren schnellen Action-Fix. Nunja. (rl)

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