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Action, Chaos, Call of Duty: Black Ops 2 im Test

13. November 2012 Keine Kommentare

Ich geb´s zu, ich bin käuflich. Andere (bezahlte) Jobs lassen mir momentan wenig Zeit für (unbezahlte) Schreibarbeiten an meinem Spieleblog. Deshalb habe ich ihn in letzter Zeit stark vernachlässigt. Tschuldigung dafür. Aber ich will mich in Zukunft bessern. Als Zeichen der Besserung mag ein Hinweis für Fans von „Call of Duty“ dienen. „Black Ops 2″, so nennt sich der neueste Ego-Shooter aus der Reihe. Aber wem sag ich das. Wie sich das neue Ding aus dem Haus Treyarch anfühlt, habe ich am Wochenende erspielt und für die Kollegen von T-Online zu „Papier gebracht“, wenn ich so sagen darf. Der vollständige Bericht beginnt folgendermaßen…

Schwere Explosionen nahe dem Brandenburger Tor. Feuergefechte mitten in Hamburg. Lodernde Häuser in Schwabing. Es ist wieder soweit: Hunderttausende brave Bürger von Flensburg bis Bad Füssing nehmen freiwillig die Waffe zur Hand, und stürzen sich in wildeste Schießereien. Natürlich tun sie das nur virtuell, im Wohnzimmer, auf dem TV-Gerät. Denn für Chaos und Anarchie ist ein Videospiel verantwortlich: Der neueste Ego-Shooter aus der „Call of Duty“-Reihe. In den letzten Jahren hat Activisions Action-Serie stetig an Qualität zugelegt, und konnte so ein Millionen-Publikum für sich begeistern. Es deutet alles darauf hin, dass „Black Ops 2″ an diese Erfolge anknüpfen wird. Der Marschbefehl ergeht an Besitzer von Xbox 360, Playstation 3 und PC. 
 
 [Anders als „Black Ops 2″ ist dieser Blog gekürzt. An dieser Stelle zum Beispiel schildere ich im  Originalbericht auf T-Online die Helden und den bösen Buben. Klick ins Glück ;-)]
 

Überraschende Impulse darf man sich von Handlung freilich nicht erwarten. Das Szenario „Böser-Terrorist-vs-US-Sturmtrupp“ watet knöcheltief durch Klischees. Außerdem ist die Umsetzung eher lala. Die Augen der Figuren sehen tot aus, die Lippensynchronität überzeugt keineswegs. Leider weckt so manche Inszenierung darüber hinaus ernsthafte Zweifel am guten Geschmack der Macher: Brennende Kinder zum Beispiel, noch dazu technisch schlecht bis peinlich umgesetzt – da hätte die Kamera gerne woanders hin schwenken dürfen. Trotzdem wirken Handlung und Action besser verzahnt als in den meisten Actiongames. Man möchte die Helden gerne kennen lernen, ebenso die Motive des bösen Buben. Ihren Kampf führen Mason Junior und Senior übrigens an der Seite wechselnder Kameraden, die ordentlich mitfeuern. Das alles geschieht an abwechslungsreichen Orten in aller Welt: Angola, Burma – das heutige Myanmar -, Afghanistan und Los Angeles beispielsweise. Als Kulisse dienen Dschungel, Bunker und Tempel, Ruinenstädte und Nachtclubs.


[Und noch so eine Zensur. Hier stünde was über die tolle Technik, 60 fps und so. Mehr auf T-Online…]

Das ist gut so. Denn in aller Regel rennen einem Dutzende Aggressoren entgegen, nebst vielleicht noch zwei Kanonenbooten, drei Panzern und vier Helikoptern. Das wirkt manchmal arg hektisch und anstrengend. Es mag überraschend klingen, aber: Weniger Chaos, dafür einprägsamer inszenierte Höhepunkte, das hätte dem Ganzen gut getan. So hat man bei Erreichen des Finales beinahe schon wieder vergessen, was vorher so alles geschehen ist. Daran ändern auch die paar eingestreuten Offene-Welt-Minuten nichts. De fakto rennt man halt passagenweise nicht mehr wie durch einen Schlauch, sondern über weite Ebenen. Da fällt dann besonders auf, dass die Künstliche Intelligenz keine IQ-Rekorde knackt. Eigentlich kennen die Gegner bloß drei wesentliche Verhaltensmuster: Sturmangriff, Nahkampfattacke und ignorantes weggucken, sobald sich der Held in ihre Richtung bewegt. Ist aber keine Überraschung. Clevere Duelle waren noch nie die Stärke der „Call of Duty“-Reihe. Draufhalten und ab und zu Deckung suchen, das reicht in aller Regel.


[Was fehlt jetzt hier wieder? Ah ja. Ausstattung. Zombie- und Mehrspieler-Modus. Sowas eben. Ich verweise dann mal auf meinen Text auf…Überraschung: T-Online!]

Was ich mag…
Die deutschen Synchronsprecher machen das Beste aus den klischeebesetzten Dialogtexten. Die Animationen und Kulissen wirken lebensecht, die Handlung hat Bezug zur Realität. Mehrere alternative Enden und Freischalt-Waffen nach dem Sieg im Finale motivieren zum mehrfachen Durchspielen.

Und was weniger…
Die Physiksimulation leistet sich einige Ausrutscher: Jeeps hängen mitten im Fels fest, Leichen kleben an der Wand. Die Darstellung der menschlichen Figuren wirkt phasenweise veraltet: Augen sehen tot, Gestiken übetrieben aus. Außerdem ist die Einzelspieler-Kampagne recht kurz geraten. Kenner der Actiongenres haben das Finale nach fünf bis sieben Stunden erreicht.

Fazit
Dramatisch inszenierte Schießereien, voller Tempo und technisch auf bestechendem Niveau: Mehr Action und Ausstattung als bei „Black Ops 2″ ist kaum vorstellbar – weniger Spieldauer allerdings auch nicht. Aber das ist Nörgeln auf sehr hohem Niveau. Mich begeistert die sehr gute technische Umsetzung von „Black Ops 2″. Mir fehlen aber auch eindeutige Höhepunkte. Und die plakative Zurschaustellung von Blutspritzern, Folterszenen, Leichen und Brandopfern brauche ich gar nicht. Eine elegantere Inszenierung hätte mir mehr imponiert.

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